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Der verlorene Stiefel des Nikolaus

Eingabe Geschichtenpilot: Nikolaus verliert Stiefel auf dem Schlitten. 3 Kinder finden ihn im Wald und müssen ihn bis zum 6.12. zurückbringen. Aber im verschneiten Winterwald wartet ein großes Rätsel auf sie.

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Titelbild Kindergeschichte Der verlorene Stiefel des Nikolaus

Es war eine frostige Winternacht, als der Mond hell über dem verschneiten Wäldchen von Wintertal schien. Der Schnee glitzerte wie Millionen kleiner Diamanten und der Wind sang ein leises, beruhigendes Lied. Jedermann im Dorf wusste, dass der Nikolaus bald auf seinem Schlitten über den Himmel sausen würde, um all die braven Kinder mit Leckereien und kleinen Überraschungen zu beschenken.

Im kleinen Dorf lebten drei Freunde: Emma, Max und Tom. Sie waren neugierig, abenteuerlustig und liebten es, im Winter hinauszugehen, um den verschneiten Wald zu erkunden. An diesem Abend waren sie besonders aufgeregt, denn sie hatten gehört, dass der Nikolaus an diesem Tag mit seinen Rentieren über Wintertal fliegen würde.

Emma war ein aufgewecktes Mädchen mit blitzenden Augen und einem warmen Lächeln. Max, der stets eine rote Mütze trug, war der mutigste der drei, während Tom, der etwas schüchtern war, dafür bekannt war, die besten Ideen zu haben. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg in den Wald, ihre Taschenlampen in der Hand und ihre Herzen voller Vorfreude.

Als sie tiefer in den Wald gelangten, sahen sie plötzlich etwas Ungewöhnliches auf dem schneebedeckten Boden. Es war ein einzelner, riesiger Stiefel, der halb im Schnee versunken war. Emma beugte sich hinunter, um ihn genauer zu betrachten.

tiefel gefunden Kindergeschichte Der verlorene Stiefel des Nikolaus

“Oh, schaut mal, das muss ein Nikolausstiefel sein!”, rief sie aufgeregt.

Max und Tom kamen näher heran und staunten nicht schlecht. Der Stiefel war tatsächlich riesig und mit goldenem Glanz versehen. Es war offensichtlich, dass er nicht einfach jemandem aus dem Dorf gehörte.

“Vielleicht hat der Nikolaus ihn verloren?”, überlegte Tom.

“Wir müssen ihn unbedingt zurückbringen”, entschied Max. “Er braucht doch beide Stiefel, um all die Geschenke zu verteilen!”

Nun begann für die drei Freunde eine aufregende Mission: Der Stiefel musste bis zum 6. Dezember zurück zum Nikolaus. Doch wie sollten sie nur herausfinden, wo er sich aufhielt?

Der Wald war still, abgesehen vom knirschenden Schnee unter ihren Füßen. Plötzlich hörten sie ein leises Flüstern. Ein kleiner Waldkobold namens Flimm erschien vor ihnen. Er war nicht größer als ein Eichhörnchen und trug einen Umhang aus bunten Blättern.

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“Habt ihr den Stiefel des Nikolaus gefunden?”, fragte Flimm neugierig. Die Kinder nickten eifrig.

“Nun, um dem Nikolaus den Stiefel zurückzubringen, müsst ihr das Rätsel des Winterwaldes lösen”, erklärte Flimm geheimnisvoll. “Nur so könnt ihr den Pfad zu seinem geheimen Lager finden.”

Die Kinder sahen sich an, erstaunt und aufgeregt zugleich. Ein Rätsel! Und das mitten im Winterwald. Welche Abenteuer würden sie wohl erwarten?

Flimm erhob seine winzige Hand und drehte sich um, um die drei Freunde tiefer in den Wald zu führen. Seine Schritte hinterließen kaum Spuren im Schnee, doch die Kinder folgten ihm entschlossen.

“Das Rätsel beginnt hier”, sagte Flimm schließlich, als sie an einer Lichtung ankamen. Vor ihnen stand ein uralter Baum, dessen Äste wie knorrige Finger in die Luft ragten. In seiner Rinde waren geheimnisvolle Zeichen eingeritzt.

Baum Kindergeschichte Der verlorene Stiefel des Nikolaus

“Wer den Weg zum Nikolaus finden will, muss zuerst verstehen, was dieser Baum euch erzählt”, sagte Flimm.

Emma, Max und Tom traten näher heran und betrachteten die Zeichen. Sie waren wie eine Mischung aus Sternbildern und kunstvollen Schnörkeln. Keiner von ihnen konnte auf Anhieb verstehen, was sie zu bedeuten hatten.

“Vielleicht ist es eine Karte?”, mutmaßte Emma.

“Es sieht aus wie das Sternbild, das wir letzte Nacht gesehen haben”, erinnerte sich Tom plötzlich.

Max nickte und hob seine Taschenlampe, um die Zeichen besser zu beleuchten. “Schaut mal, das da könnte der große Wagen sein. Und das ist vielleicht der Nordstern.”

Flimm klatschte freudig in die Hände. “Ihr seid kluge Kinder! Folgt den Sternen und ihr werdet den nächsten Hinweis finden.”

Ermutigt von ihrem Fortschritt, machten sich die Kinder auf den Weg. Mit dem Bild der Sternkarte fest in ihrem Gedächtnis, wanderten sie weiter durch den Wald. Sie hielten Ausschau nach weiteren Zeichen, die ihnen den Weg wiesen.

Nach einer Weile kamen sie an einen zugefrorenen Teich. Auf dem Eis waren seltsame Muster zu erkennen. Es sah aus, als hätten die Eisblumen eine Botschaft hinterlassen.

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“Seht mal, die Muster sind wie die Zeichen am Baum!”, rief Emma.

Die Kinder knieten sich hin, um die Eisblumen genauer zu betrachten. Es war, als hätten sie Zeilen in das Eis gemalt, die von einem unsichtbaren Füller stammten.

Tom las die Zeilen laut vor: “Folgt dem Licht, das den Tag erhellt, der Weg ist nah, wenn der Schnee euch gefällt.”

Was konnte das nur bedeuten? Die drei Freunde sahen sich ratlos an. Doch Emma, die immer ein gutes Gespür für Rätsel hatte, fing an, nachzudenken.

“Das könnte bedeuten, dass wir dem Sonnenlicht folgen sollen”, schlug sie vor. “Der Schnee glitzert und leuchtet am hellsten, wenn die Sonne darauf scheint.”

Max nickte zustimmend. “Dann sollten wir uns beeilen, bevor die Sonne untergeht.”

Mit neuer Zuversicht setzten sie ihren Weg fort. Sie folgten dem schmalen Streifen Sonnenlicht, der sich seinen Weg durch die Baumwipfel bahnte. Bald darauf entdeckten sie ein weiteres Zeichen: Ein großer, schneebedeckter Felsen, der wie ein Thron aussah.

Fels Kindergeschichte Der verlorene Stiefel des Nikolaus

Flimm tauchte wieder auf, zufrieden mit dem Fortschritt der Kinder. “Ihr seid fast am Ziel”, sagte er. “Der Nikolaus ist nicht mehr weit. Doch ihr müsst noch eine letzte Prüfung bestehen.”

Vor dem Felsen lag ein kleiner, steinerner Kreis, der wie eine Art Puzzle aussah. Es fehlten einige Stücke, und die Kinder wussten, dass sie es vervollständigen mussten, um weiterzukommen.

“Wir haben doch die Teile unterwegs gefunden”, erinnerte sich Tom plötzlich. Tatsächlich hatten sie auf ihrem Weg durch den Wald einige seltsame Steine aufgesammelt, ohne zu wissen, wofür sie waren.

Voller Eifer setzten die Kinder die Steine in den Kreis ein. Es war ein bisschen so, als würden sie ein Puzzle zusammensetzen, nur dass jedes Stück perfekt passen musste. Schließlich klickte das letzte Stück an seinen Platz.

Der Boden begann leicht zu vibrieren, als sich der Felsen öffnete und einen geheimen Pfad freigab. Der Weg war von magischem Glanz erfüllt, der die Kinder wie ein unsichtbarer Kompass leitete.

Pfad Kindergeschichte Der verlorene Stiefel des Nikolaus

Sie folgten dem Pfad und entdeckten bald eine kleine, gemütlich aussehende Hütte mitten im Wald. Vor der Hütte stand niemand Geringeres als der Nikolaus selbst, mit einem breiten Lächeln und einem freundlichen Funkeln in den Augen.

“Ich hatte schon gemerkt, dass mir etwas fehlt”, sagte der Nikolaus fröhlich, als er den verlorenen Stiefel sah, den die Kinder ihm überreichten. “Ihr habt meinen Tag gerettet, meine lieben Freunde. Ohne euch hätte ich viele Kinder nicht rechtzeitig beschenken können.”

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Die Kinder strahlten vor Freude, als der Nikolaus ihnen als Dank kleine Geschenke überreichte. Doch noch kostbarer als die Geschenke war das Gefühl, eine wichtige Mission erfolgreich gemeistert zu haben.

Gemeinsam mit dem Nikolaus kehrten sie zu ihrem Dorf zurück, wo die Nacht bereits hereinbrach. Der Nikolaus verabschiedete sich herzlich und versprach, dass er immer ein Auge auf seine kleinen Helfer haben würde.

Und so endete das Abenteuer der drei Freunde im verschneiten Winterwald. Sie hatten nicht nur den Nikolaus glücklich gemacht, sondern auch ihr eigenes Herz mit der Wärme des Winters gefüllt. Von diesem Tag an wussten Emma, Max und Tom, dass sie jedes Rätsel lösen konnten, wenn sie nur zusammenhielten. Und das war das größte Geschenk von allen.

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